Ökumenische Kirchenwoche: Keine Halben Sachen
Nach den vielen guten Erfahrungen der vergangenen Jahre mit der Zusammenarbeit bei ökumenischen Kirchennächten gehen die katholische und die evangelischen Kirchengemeinden in Dietzenbach in diesem
Jahr erstmals einen großen Schritt weiter: Neben der besinnlichen „Nacht der Kirchen“ im September bieten die evangelische Christuskirchengemeinde, die Martin-Luther- und die Rutgemeinde zusammen mit
der katholischen Pfarrgemeinde St. Martin unter dem Motto „Keine halben Sachen“ gleich eine ganze ökumenische Kirchenwoche an.
Von 16. bis 19. März ist das Dietzenbacher Bürgerhaus Schauplatz verschiedenster Abendveranstaltungen von Kabarett und Musik über Talk bis hin zu kontroversen Diskussionen über ein spannendes
Tagesthema. Dazu werden nicht minder spannende Gäste erwartet: Die Liste reicht von Hessens frisch gebackenem Sozialminister Jürgen Banzer über den Dietzenbacher Polarwanderer Norbert Kern und
„DSDS“-Sängerin und Ex-Dschungelcamp-Bewohnerin Lisa Bund bis hin zur Olympiasiegerin mit der Florettmannschaft, Cornelia Hanisch, und DFB-Mediendirektor Harald Stenger.
Der Eintritt ist an allen Abenden frei, je nach gefallen bitten die Veranstalter aber um eine Spende zur Deckung der Kosten.
Den Auftakt der Ökumenischen Kirchenwoche bildet am Montag, 16. März, ab 20 Uhr ein Konzert mit dem Dietzenbacher Pop- und Gospelchor „Sing and Shout“. Die nicht nur regional
bekannte Truppe unter der Leitung von Nyka Achtergarde wird an diesem Abend unter der Überschrift „Voll der Sound“ für einen passend-flotten Einstieg in die Kirchenwoche
sorgen.
„Voll das Leben“ lautet der Titel einer kompetent besetzten Podiumsdiskussion am Dienstag, 17. März um 20 Uhr, in deren Verlauf die Gäste miteinander und mit dem
Publikum das Thema „Familie“ in all seinen unterschiedlichen Facetten beleuchten: Single oder Großfamilie, allein erziehend oder Mehr-Generationen-Haushalt, Patchwork und gleichgeschlechtliche
Lebensgemeinschaft, leibliche Kinder, adoptierte, angeheiratete, solche zur Pflege oder gar keine – kaum ein Thema bietet so viele Facetten und Anknüpfungspunkte für kontroverse Debatten, und nur
wenige werden mit so viel Leidenschaft geführt.
Die Kirchenwoche bietet ein Forum für verschiedene Meinungen und trägt dafür Sorge, dass auch Experten aus Dietzenbach und natürlich die Gäste im Publikum zu Wort kommen, wenn neben Sozialminister
Jürgen Banzer auch die evangelische Pröpstin Gabriele Scherle, der katholische Ordinariatsdirektor Bernhard Nacke und der Mainzer Familienforscher Professor Dr. Norbert Schneider miteinander
diskutieren.
„Voll im Trend“ heißt der „Talkabend mit Grenz-Gängern“, den die Kirchengemeinden am Mittwoch, 18. März, um 20 Uhr präsentieren: Vom Entdecken, Respektieren und
Überschreiten persönlicher oder gesellschaftlicher Grenzen erzählen der Dietzenbacher Polarwanderer und Tausendsassa Norbert Kern, Harald Stenger, Mediendirektor des Deutschen Fußball-Bunds, Lisa
Bund, die es bei „Deutschland sucht den Superstar“ bis ins Halbfinale der vierten Staffel schaffte, die Ärztin und Ordensfrau Dr. Marie Goetzens von den „Missionsärztlichen Schwestern“, die unter
anderem Frankfurter Wohnungslose medizinisch und seelsorgerlich betreuen, und schließlich die seit vielen Jahren in Dietzenbach lebende mehrfache Weltmeisterin und Olympiasiegerin im
Florett-Mannschaftswettbewerb 1984 in Los Angeles, Cornelia Hanisch.
Unverschämt fromm und dabei echt witzig beschließen „Duo Camillo“ das Programm der Ökumenischen Kirchenwoche am Donnerstag, 19. März. Die beiden Kirchenkabarettisten Fabian Voigt und
Martin Schultheiß zeigen ab 20 Uhr ihr neues Programm „Keine halben Sachen“ und stellen darin unter anderem fest, wie Schade es ist, dass es für das echte Leben
keinen Beipackzettel gibt. Physiker Schultheiß und Pfarrer Voigt begeben sich auf die Suche nach Risiken und Nebenwirkungen des Daseins.
Die Kirchen in Dietzenbach
